Veranstaltungen

SEPTEMBER
Samstag, 3. September, 11.00 Uhr: Vortrag. Thema noch offen

OKTOBER
Freitag, 7. Oktober, 18.00 Uhr
Vernissage „Kunst und Krieg. Von Goya bis Richter“. (8.10.2022 – 12.2.2023)
Vernissage Checkmate – Spiel der Könige (Miniaturen) (8.10.2022 – 12.2.2023)

Donnerstag 27. Oktober Führung durch die Ausstellungen „Kunst und Krieg. Von Goya bis Richter“. und Checkmate mit anschliessendem Apéro

 

Reise in die Romandie – Juni 2022

Reise der Freunde Reinhart Briner Kern in die Romandie – Juni 2022

Eine muntere und gute gelaunte Gruppe reiste am Freitag, 10. Juni 2022 in Richtung Romandie und freute sich insbesondere auch über das prächtige Wetter, welches uns über die nächsten Tage begleiten würde. Nach der Ankunft in Nyon (teilweise mit Umwegen) und dem Hotelbezug besuchte die Gruppe am Nachmittag das Schloss Prangins, den welschen Standort des Schweizerischen Landesmuseums. Neben den eigentlichen Ausstellungen erfreute uns insbesondere der besonders vielfältig kultivierte Garten des Schlosses sowie die prächtige Aussicht auf den Genfersee und den Montblanc. Der Tag schloss mit einem herrlichen Nachtessen am See in Nyon mit den traditionellen Filets de Perche et Frites.

Am Samstagmorgen reiste die Gruppe nach Genf und besichtigte zuerst die Altstadt um die Kathedrale St. Pierre und anschliessend das Musée d’Art et d’Histoire, welches viele bekannte Schweizer Künstler zeigt, die auch im KMW Reinhart am Stadtgarten zu finden sind. Nach dem Besuch des Musée Patek Philippe, welches neben dem faszinierenden Einblick in die hohe Uhrmacherkunst über fünf Jahrhunderte auch eine hervorragende Sammlung der Email-Malerei mit exquisiten Ausstellungsstücken verfügt, die einen schönen Bezug zur Sammlung Kern herstellen, stand der Nachmittag zur freien Verfügung.

Am Sonntagmorgen reiste die Gruppe nach Vevey, um das Musée Jenisch zu besuchen, welches u.a. die ausgezeichnete Graphik-Sammlung der Fondation William Cuendet & Atelier de Saint-Prex beherbergt mit Holzschnitten und Kupferstücken von Albrecht Dürer und Rembrandt, welche in hervorragender Qualität erhalten geblieben sind und die Besucher in ihren Bann zogen. Nach dem Mittagessen am See reiste die Gruppe mit dem Dampfschiff zurück nach Lausanne und bestieg zufrieden und voller schöner Eindrücke den Zug zurück nach Winterthur.

 

 

 

 

Exkursion zum Agentenhaus


Besuch im Agentenhaus

Am 6. November 2021 besuchten wir das Porzellanmuseum, auch Agentenhaus genannt, in Horgen. Das Haus beherbergt eine beeindruckende Porzellansammlung und ist das ehemalige Wohnhaus des Porzellan- und Miniaturen-Sammlers Dr. Emil Kern. Das Wohnhaus des Arztes und Sammlers zeigt eine gehobene Wohnkultur aus des 17. und 18. Jahrhunderts mit ausgesuchten Antiquitäten aus verschiedenen Epochen. Den Namen ‚Agentenhaus’ trägt es vom Enkel der Gründerfamilie des Hauses, Andreas Hüni-Burkhard, der in der Zeit der helvetischen Republik ‚Agent national’ (Gemeindevorsteher) war. Da ein Teil der Miniaturensammlung von Dr. E. Kern der Stadt Winterthur vermacht wurde und im KMW Reinhart am Stadtgarten beherbergt ist, war ein Besuch naheliegend.
Bei strahlendem Herbstwetter empfing uns der Kurator des Museums, Dr. Jörger, vor dem prächtigen Riegelhaus an der Seestrasse. In einer spannenden und lebhaften Führung erzählte er uns viel über die Sammeltätigkeit von Dr. E. Kern, die interessante Geschichte zur Entstehung des Hauses und der Sammlung sowie zahlreiche Anekdoten zu einzelnen Ausstellungsstücken. Wir hätten ihm noch gerne lange zugehört. Einen Besuch des einmaligen Museums kann man nur empfehlen.
Ein ausgiebiges Mittagessen in lebhafter Runde in nahen Dorfkern rundete den wunderbaren Ausflug ab.

Mitgliederreise 2021 nach Muri (AG)

Bei prächtigem Spätsommerwetter fand sich am Samstag, 4. September 2021 eine muntere und zahlreiche Schar von Mitgliedern beim Eingang des Klosters Muri, der ehemaligen Benediktinerabtei, ein. Es war eine besondere Freude, nach langer Zeit der Corona bedingten Abstinenz wiederum einen Mitgliederausflug durchführen zu können. Nach einer kurzen Begrüssung durch die Präsidentin Madeleine Ducret übernahm Michel Cuendet das Zepter, der den Ausflug organisiert hatte, wofür wir ihm sehr herzlich danken. Das Programm umfasste einerseits den Besuch des Klosters Muri mit seiner spannenden und beinahe tausendjährigen Geschichte, geprägt durch das Haus Habsburg / Lothringen, mit der wunderbaren oktogonalen barocken Klosterkirche St. Martin, dem Kreuzgang mit den eindrücklichen und leuchtenden Glasmalereien sowie dem kleinen und informativen Museum zur Geschichte des Klosters. Andererseits beherbergt das Kloster auch das Museum für medizinhistorische Bücher sowie das Caspar Wolf Museum, einem Murienser Bürger, der zu den bekanntesten Schweizer Landschafts- und Alpenmaler zur Zeit der Frühromantik gehört und auch in der Sammlung der Stiftung Oskar Reinhart prominent vertreten ist. Beiden Museen galt ebenfalls ein geführter Besuch, der den Freunden viele spannende Einblicke vermittelte. Der krönende Abschluss bildete ein Orgelkonzert in der Klosterkirche mit Werken von Johann Sebastian Bach, virtuos gespielt von Johannes Strobl auf der vierhundertjährigen, von Thomas Schott gebauten, grossen Orgel.

 

 

Jahresbericht 2020

Die Freunde der Sammlungen Reinhart, Briner und Kern unterstützten das Kunst Museum Winterthur in seiner Beschäftigung mit alter Kunst auch im Jahr 2020: Es flossen Beiträge an drei Ausstellungen im Reinhart am Stadtgarten – Carl Spitzweg 10000 Fr., Adriaen van Ostade und Modernité je 5000 Fr.

Führungen und Reisen, die inhaltlich im Zusammenhang mit den Sammlungen Reinhart, Briner und Kern stehen, waren geplant, fielen aber weitgehend Corona zum Opfer.

Günstig, da im Freien, war die gut besuchte Führung Vita somnium breve mit Jürg Hablützel auf dem Friedhof Rosenberg in Winterthur.

Erstmals in der Vereinsgeschichte wurden auch Ankäufe getätigt, die dem Kunstverein geschenkt wurden: eine Ölstudie des jungen Carl Spitzweg und zwei Miniaturen des Westschweizer Malers Pierre-Louis Bouvier.

Gespannt blickte man dem Wettbewerb zur Neugestaltung der Eingangshalle im Reinhart am Stadtgarten entgegen und freute sich dann umso mehr über die professionelle und transparente Projektierung der Stadt:

Leonhard Zeugheers Knabengymnasium zeugt von dessen Beherrschung der Proportion und Formensprache und seinem Gespür für Materialität. Es galt also, ein klassisches Haus mit klassischem Inhalt zu ergänzen und visuell zu erweitern und gleichzeitig eine Verbindung zwischen der Altstadt und dem Stadtgarten hin zum Kunstmuseum herzustellen – all dies unter Einhaltung brandschutztechnischer und denkmalpflegerischer Vorgaben.

Das Siegerprojekt von Ayşe Erkmen und Heike Hanada laboratory of art and architecture, Berlin, überzeugt mit minimalistischen künstlerischen Eingriffen, die sich mit der alten Bausubstanz harmonisch verbinden. Klar gegliederte Treppenskulpturen, die durch den stadtseitigen Portikus ins Gebäude und wieder hinaus in den Stadtpark führen, werden durch skulpturale Gliederungselemente und rechteckige Beleuchtungskörper in der Eingangshalle subtil ergänzt. Als Gegenspiel verleihen Natursteinintarsien als geschwungene Kreissegmente im Boden Leichtigkeit und Eleganz. Kunst und Architektur verbinden sich so zu einem sinnstiftenden Ganzen und setzen die alte Kunst und den ehrwürdigen Bau in ein neues Licht.

Noch offen bleiben Ausführungen zur Akustik und zur Möblierung der Eingangshalle. Diese werden aber bei der weiteren Bearbeitung berücksichtigt, so dass trotz strenger Eleganz des Raumes auch Wohlbefinden aufkommen kann.

Der Vorstand der Freunde der Sammlungen Reinhart, Briner und Kern blickt der Konkretisierung dieser Gestaltungsidee wohlwollend entgegen und dankt seinen Mitgliedern für ihre Unterstützung und Treue.

 

Im Namen des Vorstandes : Sonja Remensberger, Präsidentin

 

Carl Spitzweg, Geröllstudie, um 1832–1835

VITA SOMNIUM BREVE

Bei unerwartet schönem Frühsommerwetter traf sich eine Gruppe von 20 Personen beim Eingang zum Friedhof Rosenberg in Winterthur. Nach langen Wochen zu Hause freuten sich alle sichtlich, sich wieder zu sehen und gemeinsam etwas zu unternehmen.

Anlass war nicht alleine der 135. Geburtstag von Oskar Reinhart, sondern auch die Tatsache, dass die Anlage und die Grabmäler architektonisch und kunsthistorisch sehr interessant und einen Besuch wert sind. Die Anlage wurde 1913 durch die Architekten Robert Rittmeyer und Walter Furrer nach dem dialogischen Prinzip erbaut und steht als Ganzes unter Denkmalschutz.

Jürg Hablützel, langjähriges Vereinsmitglied und erfahrender Winterthurer Stadtführer, führte uns durch das schmiedeeiserne Tor vor die ehemalige Friedhofskappelle, wo er uns anhand von Anschauungsmaterial die Geschichte der Anlage erläuterte. Als erstes besuchten wird das Kolumbarium, ein pavillonartiger Rundbau mit der Aufschrift VITA SOMNIUM BREVE, welcher 1918 zu Beisetzung von Urnen in Nischen erbaut wurde. Der Rundgang führte uns vorbei an Plätzen und Skulpturen, etwa Karl Geisers Engelsfigur auf imposanter Säule oder der stadtbekannte «Holidi». Bei zahlreichen Gräbern namhafter Persönlichkeiten wie der Familie Reinhart, Louis Forrer, Lebrecht Völki, usw. machten wir Halt und lauschten den spannenden Schilderungen von Jürg Hablützel. Die Anlage ist sehr vielfältig und grosszügig angelegt und beherbergt neben reich geschmückten (Urnen-)Gräbern Baumgräber, Gemeinschaftsgräber, einladende Plätze, Skulpturen, Alleen und Wasserbecken, die zum Verweilen einladen, sowie eine wunderbare Flora und Fauna, die es sich zu jeder Jahreszeit zu entdecken lohnt.

Die selbstgebackenen, vorzüglichen «Totenbeinli», die Harry Joelson am Ende verteilte, sorgten für Schmunzeln und rundeten den gelungenen Ausflug ab.

Freunde Reinhart, Briner und Kern – Reise in die Niederlande

Eine gut gelaunte Reisegruppe traf sich am Donnerstag 14. November 2019 am Flughafen Zürich für den Abflug nach Amsterdam, wo die lang ersehnte Reise zu ausgesuchten Städten und Kunstschätzen der Niederlande beginnen soll. Unseren ersten Halt legen wir in Den Haag ein, wo uns bereits die Freunde, welche mit dem Zug angereist sind, erwarten. Hier schlagen wir auch unsere Zelte auf für die nächsten drei Nächte. Leider ist das Wetter doch recht trübe und die Stadt präsentiert sich trotz ihrer schönen Bauten und der gut erhaltenen Strukturen recht düster. Der erste Besuch gilt dem Mauritshuis und seiner berühmten Sammlung, die z.B. auch Jan Vermeers Mädchen mit dem Perlohrring enthält.

 

Der spätere Nachmittag ist offen gestaltet und steht allen zur individuellen Besichtigung der Stadt Den Haag zur Verfügung. Den Abend verbringen wir in einem netten Restaurant in der Altstadt in geselliger Runde und angeregten Gesprächen.

Der nächste Tag führt uns nach Leiden, wo wir im Museum De Lakenhal die ausgezeichnet gestaltete Ausstellung zum jungen Rembrandt besuchen und die rasche Entwicklung seines einzigartigen Talentes erfahren.

Nach dem Mittagessen erfolgte die Rückfahrt nach Den Haag und stand zur freien Verfügung, die Einzelne auch nutzten, um moderne Kunst der Gegenwart im neuen Museum der Collection Voorlinden zu besuchen oder das Museum Bredius in der Stadt.

Am Samstag fuhr die Gruppe nach Delft, um die Altstadt dieser alten Universitätsstadt zu besichtigen wie auch die Ausstellung zu Pieter de Hooch im Museum Prinsenhof.

Sonntags reiste die ganze Gruppe der Freunde nach Alkmaar, wo endlich auch die Sonne ein wenig Wärme brachte und die Grachten der Stadt in einem besonderen Licht erscheinen liess.

Am Nachmittag fuhr ein Teil der Gruppe mit dem Zug bereits zum Flughafen Amsterdam, um die Rückreise anzutreten, während ein anderer Teil in Alkmaar verblieb und den nächsten Tag noch in Amsterdam verbrachte.

Harry Joelson als Reiseleiter gebührt unser grosser Dank – die Reise war ausgezeichnet organisiert und die Tage in den Niederlanden waren sehr lehr- und abwechslungsreich, was sicher zur guten Stimmung innerhalb der Reisegruppe beigetragen hat.

Kuratoren-Führung durch die Ausstellung Daumier – Pettibon und Rich Kids am 7. März 2019

Eine stattliche Anzahl unserer Freunde versammelte sich zur Doppelführung durch die aktuellen Ausstellungen im Reinhart am Stadtgarten.


Zu Beginn brachte uns Andrea Lutz die beiden zeitkritischen Zeichner Honoré Daumier (1808–1879) und Raymond Pettibon (1957) näher. Obwohl in verschiedenen Jahrhunderten tätig, stehen sich diese beiden Künstler in ihren Aussagen zu Politik und Gesellschaft nahe. Sie richten ihr Augenmerk auf aktuelles Geschehen und Missstände in ihrem Umfeld und prangern diese durch Karikaturen und Zeichnung an, unterlegt durch treffende Kommentare.

Anschliessend zeigte uns Sonja Remensberger im Miniaturen-Kabinett eine Auswahl von Kinderminiaturen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Diese lassen sich auch mit den heutigen «Rich Kids» vergleichen, welche sich auf den sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook, Snapchat, usw. stets vorteilhaft präsentieren. Die Miniaturen wurden durch eine eigens für diese Ausstellung angefertigte vierteilige Videoarbeit des Winterthurer Künstlers Jan Sebesta (1979) ergänzt.

Traditionsgemäss offerierte anschliessend Margrit Joelson-Strohbach einen liebevoll vorbereiteten Apéro. Die dargereichten Köstlichkeiten standen unter dem passenden Motto «Bagels und Brioche» und seien an dieser Stelle herzlich verdankt.

Besuch in Einsiedeln

Herzlich empfangen wurden wir vom Kunsthistoriker und Professor emeritus der ETH Werner Oechslin und persönlich durch seine Bibliothek geführt. Die von Mario Botta entworfene und 2006 eröffnete Bibliothek umfasst über 50’000 Bücher aus sechs Jahrhunderten. Den Schwerpunkt bilden Quellenschriften zur Architektur und zur Architekturtheorie. Wichtige, der Architektur nahestehende Gebiete wie Philosophie, Mathematik, Kunst, Archäologie und Geschichte sind ebenfalls vertreten. Den Worten des humanistisch Gelehrten zu lauschen war mindestens ebenso spannend wie die wertvollen Artefakte zu bestaunen.
Von Madeleine Ducret wurden wir zum mittäglichen Imbiss geladen, und zwar in ihrem Privathaus Adler am Klosterplatz, das schon seit Generationen in Familienbesitz ist und den Charme der Vergangenheit gelungen bewahrt hat.
Der Nachmittag begann mit einer Klosterführung durch Pater Markus Steiner, der uns sowohl die Klosterkirche als auch die Stiftsbibliothek mit auserlesenen Handschriften zeigte. Anschliessend kamen wir in den Genuss eines Orgelkonzerts in der Klosterkirche, das Pater Lukas Helg unter Mitarbeit von Madeleine Durrer eigens für uns – komplett mit gedrucktem Programm – organisert hatte. Verzückt lauschten wir den Klängen der Marien- und Mauritius-Orgeln. Schliesslich konnten wir das Tagesprogramm mit der Teilnahme an der Vesper mit Salve Regina vor der Gnadenkapelle stimmig, ja mehrstimmig abrunden.

Das Feuer im Elsass sehen – Vereinsreise

Das Feuer im Elsass sehen
Vereinsreise ins Elsass vom 6. – 8. April 2018

Bei strahlend schönem Wetter und blühender Vegetation genoss unsere Reisegruppe drei eindrückliche Tage im Elsass: Hervorzuheben sind die vergnügliche Weindegustation bei Armand Gilg, wo wir unser oenologisches Wissen anhand einer beachtlichen Weinkarte abarbeiteten; die vorzüglichen Mittag- und Abendessen, bei denen die französische Küche uns arg verwöhnte; der immer wieder beeindruckende Isenheimer Altar, vor dem wir uns in die Leidenden des Antoniter-Ordens, die sich Trost in der Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk erhofften, zu versetzen versuchten; die klappernden Störche auf den Dächern von Münster; die wertvollen Zuber-Panoramatapeten, welche in ferne Welten und vergangene Epochen entführen; und schliesslich einmal mehr das freundschaftliche Beisammensein unserer harmonischen Reisegruppe.